Pipe Major
Der Pipe Major ist die musikalische Autorität einer Pipe Band, vergleichbar mit dem Dirigenten eines Orchesters.
Er ist verantwortlich für die musikalische Qualität der Performance und
Intonation sowie das Zusammenspiel der Pipes und Drums.
Dies betrifft auch die Realisierung der gesetzten musikalischen Ziele,
Ausbildung und Koordination der Probenarbeit sowie die Nachwuchsausbildung
und die Aus- und Weiterbildung. In seiner Funktion wird der Pipe Major
durch den Pipe Sergeant, den Leading Drummer und den Drum Major unterstützt.
Bei Auftritten leitet der Pipe Major das Einspielen und Stimmen (tuning) der
gesamten Pipe Band und legt fest, welche Stücke wann, wie lange und wie gespielt werden.
Durch deutliches Anzählen gibt der P/M das Tempo des jeweils zu spielenden Stückes an.
Während des Spielens wird der Takt dann mit dem Fuß weiter geschlagen.
Der Bass Drummer unterstützt ihn hierbei, indem er jeweils auf dem ersten Schlag eines Taktes eine Betonung spielt.
Bei einer Marschformation steht der P/M immer in der Reihe vorne rechts und gibt von dort aus die Kommandos.
Ist ein Drum Major dabei, übernimmt dieser, in Absprache mit dem P/M, die Führung und
gibt -mittig vor der Band stehend oder laufend- die Kommandos.
Der Pipe Sergeant
Der oben schon erwähnte Pipe Sergeant gilt als Stellvertreter des P/M und
übernimmt bei dessen Abwesenheit die Leitung der Band.
Die Piper
Die Piper bilden die "Mannschaften" der Band.
Sie bekleiden in der Regel keine besonderen Ränge.
Beim Spiel sollte jeder Piper darauf achten, exakt das gleiche zu
spielen wie der Rest der Truppe. Bei manchen Stücken werden einige Piper
aufgefordert, eine zweite Stimme (die Seconds) zu spielen.
Diese Harmonien setzen in der Regel bei der Wiederholung eines Parts ein.
Die Great Highland Bagpipe
Über das Mundstück (Blow Pipe)
bläst der Spieler die Luft in den Sack (Bag).
Durch kontinuierliches Blasen wird ein gewisser Druck aufgebaut, der über vier Öffnungen den Sack wieder verlässt.
In diesen Auslassöffnungen (Stocks) sitzen auf der Oberseite des Dudelsackes die drei Bordunen (Drones)
und am vorderen Ende die Spielflöte (Chanter).
Während des Luftholens wird der Druck mittels Armdruck aufrecht erhalten.
Im Chanter, der Spielflöte, steckt ein doppelzüngiges Rohrblatt (Reed), das den eigentlichen Ton für die Melodie erzeugt.
Der konstante Hintergrundsound wird in den Bordunen (Drones) erzeugt.
Die so genannten Drone-Reeds variieren in ihrer Ausführung.
Benutzte man früher aus-schließlich Zuckerrohr Rohrblätter (Cane- Reeds), werden heute -der einfacheren Handhabung wegen- Kunststoff Reeds verwendet.